Was macht eine Doula

Viele werdende Mütter sehnen sich nach einer behüteten und sicheren Geburt. Aber wie kann es zu einer Geburt in Geborgenheit kommen?

 

In vielen Kulturen wie auch in früheren Zeiten wurde die gebärende Frau nicht nur von einer Hebamme sondern auch von einer ihr vertrauten und geburtserfahrenen Frau begleitet: der Doula.

Die Doula bietet der Schwangeren all ihre Erfahrung mit großem Einfühlungsvermögen an. Sowohl die werdende Mutter, als auch ihr Partner bekommen so zusätzliche emotionale und praktische Unterstützung. Die Doula-Geburtsbegleitung beginnt bereits in der Schwangerschaft. Die Doula steht der werdenden Mutter/dem Paar kontinuierlich als Ansprechperson zur Seite. Durch gemeinsam Treffen entsteht zwichen dem Paar und ihrer Doula ein Vertrauensverhältnis, das bei den werdenden Eltern eventuelle Ängste mindert und Zuversicht und Freude stärkt. Während der Geburt begleitet die Doula die Frau/das Paar und ist ihnen emotionale und physiche Stütze. Ihre Aufgabe ist es, sich ganz auf die Frau einzulassen und sie während der gesamten Geburt zu begleiten - ohne Schichtwechsel. Stress und Anspannung werden verringert und die Gebärende kann sich ganz dem Geschehen der Geburt hingeben - in Geborgenheit gebären. Die Doula kann, darf und wird der (werdenden) Mutter keine wichtigen Entscheidungen abnehmen. Bei medizinischen Fragen oder Unklarheiten wird die Doula die Frau an das Fachpersonal verweisen, ihr jedoch jederzeit emotionale Stütze sein. Ganz nach dem Prinzip "Mothering the Mother". Auch der werdende Vater profitiert von der Begleitung, da er durch diesen geschützten Rahmen viel intensiver für seine Partnerin da sein und aktiver an der Geburt teilnehmen kann. Die Doula wird, je nach Wunsch der jungen Familie auch im Wochenbett (6 bis 8 wochen) für sie da sein. Die Begleitung endet, wenn sich Eltern und Baby aufeinander eingespielt haben und sicher in ihrem neuen Alltag angekommen sind.